24. Januar 2009
Christian Maier beschreibt in seinem Buch
"Spielraum für Wesentliches - Lernen mit inner game" die Wunder, die wir alle erlebt haben, als wir als Kind das Gehen lernten:
- Wir machten etwas falsch und alle freuten sich.
- Wir lernten etwas, ohne zu wissen, wie es geht.
Was war dazu nötig:
Vertrauen
Keiner zweifelte daran, dass wir das Potenzial zum Gehen haben, obwohl es am Anfang sicher nicht danach aussah.
Geschehen lassen
Keiner gab uns eine Vielzahl von Tipps oder kritisierte, wenn wir es ausprobierten und etwas falsch machten.
Liebevolle Ermunterung
Keiner zweifelte an unserem Erfolg. Fehler wurden nicht zum Problem.
Zeit
Wir hatten Zeit zum Ausprobieren und Erforschen
UND
Gefühle
Ein hohes Mass an emotionaler Verbundenheit prägte die Beziehung zwischen "Lehrer" und "Schüler".
Leider ist dieses Lernerlebnis in unseren Schulen nicht erhalten geblieben. Da heisst es: "Liebes Kind, bis jetzt war lernen leicht und ein Vergnügen, jetzt beginnt der Ernst des Lebens!"
Aus Interesse, erforschen, ausprobieren, Neugierde, Motivation, Spass, Energie wurde Lernstoff, Lehrer, Fehler, Stundenplan, Übung, Prüfung, Anspannung, still sitzen, Erschöpfung.
Aus "Ich will" wurde "Du sollst".
Aus leicht wurde schwer.